Projektbeschreibung

Aufgrund der vielen Schreckensmeldungen aus den Nachrichten über das Insektensterben, beschlossen Nicole Ohm und Gerd Schmitz, sich für den Schutz von Wildbienen und anderen Insekten einzusetzen. Zuerst wurden die Rasenmäher verbannt, stattdessen sind Schafe auf das Grundstück gezogen. Kurz darauf haben sie Obstbäume gepflanzt und seit 2018 eine weitere Fläche dazu gepachtet. Nun bietet das Ehepaar  Insekten in ihrem 4000 Quadratmeter großen Garten und auf 7000 Quadratmeter Land verschiedene Nahrungsquellen. Das Grundstück von Schafen beweidet und von zu viel Gehölz befreit. 

Stand der Dinge

Nicole Ohm hat ihren Job gekündigt und gibt Kurse bei sich zuhause sowie an der Kreisvolkshochschule zum Thema Upcycling und Verarbeitung von Rohwolle. Ihr ist wichtig, dass Menschen sehen und lernen, dass es viele verschiedene Wege und Mittel gibt, der Umwelt zu helfen. Dabei steht das eigene Handeln und die Konsequenz daraus im Vordergrund. Zusätzlich sucht das engagierte Paar nach weiteren Flächen, sodass sich auf Dauer noch mehr Arten ansiedeln können.

Unterstützung

In ihren Kursen versucht Nicole Ohm zu vermitteln, dass das lineare Denken aufhören muss. Dafür zeigt sie den Teilnehmern in meinen Kursen in Mitten ihrer Naturwiesen, wie nachhaltiges, zirkuläres Denken und Handeln funktionieren kann. Zudem versucht Nicole Ohm, die Wertschätzung von Rohstoffen und Materialien vorzuleben und zu zeigen.

 

So geht#s weiter

Was hat sich seit Ihrer Bewerbung bei #beebetter alles getan, was hat sich seither vielleicht verändert?

Die gepachtete Wiese wurde an einen anderen Pächter weitergegeben, welcher diese auch weiter ökologisch bzw. wildbienenfreundlich bearbeitet und mit Schafen abweidet. Die Fläche bleibt somit in der Form bestehen. Der Ursprungsort des Projektes, die Fläche am Haus ist weiter umgebaut worden. Zahlreiche Bauarbeiten wurden schon durchgeführt: Sträucher gepflanzt, ein Teich aus einer Trockenmauer mit Nisthilfen ist entstanden und eine Intensivfläche von ca. 100 Quadratmetern ist im Umbau zur Permakultur. Wir haben leider einige Schafe verloren, diese wurden uns vergiftet, das war ein herber Rückschlag. Aber wir haben uns nicht beirren lassen. Neue Flächen werden gesucht. Auch auf der Webseite schauen viele Menschen vorbei.

Wie haben die Menschen aus Ihrem Umfeld auf die Auszeichnung durch die Initiative #beebetter reagiert?

Unser Umfeld hat, obwohl wir immer davon berichteten, was wir umsetzen, das erste Mal verstanden, warum der Umbau der Flächen stattfindet und was unsere Beweggründe sind. Als ich vor fast drei Jahren anfing darüber zu lesen und darüber zu reden, was getan werden könnte, haben alle verwundert geschaut. Warum reißt jemand seinen englischen Rasen weg und stellt sich Schafe hinters Haus? Auch bei der Nachbarschaft fand das nicht überall Anklang. Nach dem Gewinn hinterfragen Menschen neugierig unser „seltsames Gärtnern“ und kommen, um sich das Ganze mal anzusehen. Das Interesse ist gestiegen.

Konnten Sie weitere Mitstreiter für Ihre Sache gewinnen?

Ich führe zur Zeit Gespräche mit einigen gemeinnützigen Vereinen, um benachteiligte, isolierte Personen in Projekten einzubinden, bei denen zum Beispiel Wildbienenhotels gebaut und aufgestellt werden sollen. Auch Flächen von Tierschutzvereinen könnte man hier im doppelten Sinne nutzen. Zusätzlich suche ich derzeit einen Verleger, um Manuskripte zu publizieren.

Weitere Infos

AnimalTime

Weiter Informationen zum Projekt "AnimalTime" und über Nicole Ohm finden Sie auf der Homepage von AnimalTime. 

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