Projektbeschreibung

„Wir haben 2012 den Film „More than Honey“ im Kino gesehen und das hat uns sehr bewegt. Uns wurde bewusst, dass sich etwas verändern muss – die BIENENBOTSCHAFT wurde gegründet. Seitdem sind wir im Auftrag Ihrer Majestät, der Bienenkönigin, unterwegs“, erzählt Antonio Gurliacco, Imker, Zeidler und Gründer der BIENENBOTSCHAFT. Zusammen mit Moses Martin Mrohs hat er das Projekt in Leben gerufen und stellt nun sogenannte Klotzbeuten her, die wildlebenden Honigbienen als Nistplatz dienen. Dafür werden etwa zwei Meter lange Baumstämme ausgehöhlt und in einer Höhe von fünf bis sechs Metern am Stamm eines Baumes befestigt. „Durch diese Baumhöhlensimulation fördern wir den für die Honigbienen so wichtigen Schwarmtrieb. Der wiederum fördert die Genetik und somit auch die Gesundheit der Bienen“, erklärt Antonio Gurliacco und ergänzt: „Außerdem benötigen Honigbienen dadurch viel, viel weniger Futter für die Überwinterung, sodass für die Wildbienen in der Umgebung keine Konkurrenz entsteht.“

Die beiden Bienenbotschafter zusammen mit Filmregisseur Markus Imhoof (More than honey)

Die natürlichen Nistplätze installieren die Bienenbotschafter in Wäldern und Städten, beispielsweise in Botanischen Gärten, Zoos und öffentlichen Anlagen, aber auch in privaten Gärten. Danach werden die Bienen weitestgehend in Ruhe gelassen. Weil bei der Betreuung der Bienenvölker keine Entnahme von Bienenprodukten vorgesehen ist, dienen alle Eingriffe lediglich der Völkerkontrolle und der Krankheitsprävention. „Da wir in unseren Klotzbeuten nichts mehr ausbeuten, also keinen Honig entnehmen, haben wir uns entschieden diesem natürlichen Lebensraum für unsere Honigbiene eine passendere Bezeichnung zu geben.“ Inzwischen gibt es drei Varianten der BIENENBOTSCHAFT-Habitate: „natural habeetat *tree“ und „natural habeetat *hive“ und “ natural habeetat *wild.Zurück zu den Wurzeln und auf in eine gesunde Zukunft unserer Honigbienen – mit diesem Motto vor Augen, machen sich Antonio Gurliacco und Moses Martin Mrohs für ihr Projekt stark.

Neben der Installation und der Betreuung der Klotzbeuten betreiben die Bienenbotschafter auch Aufklärungsarbeit. So zeigen sie zum Beispiel bei Infoveranstaltungen und Besichtigungen von bewohnten Bienenbäumen auf, welche Vorteile die natürliche Nistweise für Honigbienen mit sich bringt und wie sie darüber hinaus zum Schutz anderer bedrohter Tierarten Fledermäusen und Hornissen beiträgt. Außerdem begleiten die Bienenbotschafter verschieden Bienenschutzprojekte und bieten Seilkletterkurse sowie Workshops an, bei denen die Teilnehmer unter Anleitung eine eigene, individuelle Klotzbeute nach Zeidler Art (natural habeetat *tree) anfertigen können.

 

Hintergrund

Die Honigbiene (Apis mellifera carnica, Apis mellifera mellifera) hat nahezu über den gesamten Zeitraum ihrer erdgeschichtlichen Entwicklung im Wald gelebt. Die wilde Honigbiene als soziales, staatenbildendes Insekt produziert über das Jahr sehr viel Biomasse. Ganze Verwerter-Gesellschaften sind davon abhängig, darunter zahlreiche Parasiten, Symbionten, räuberische Insekten, Vögel und Säugetiere finden Nahrung. Bis zu 30 Insektenarten, 180 Milbenarten und über 8.000 Mikroorganismen wurden in solchen von Bienen besiedelten Habitaten gefunden. Besonders für die Varroabekämpfung spielt der so wichtige Bücherskorpion, der mit den Bienen in Symbiose lebt, eine wichtige Rolle.

„Wir lernen mit den Augen der Biene zu sehen und möchten die Honigbiene mit unseren artgerechten und naturnahen Bienenbehausungen in eine gesunde Zukunft führen, wo nicht die Honiggewinnung, sondern das Wohlergehen der für uns so wichtigen Bestäuberinsekten im Fokus steht“, sagt der #beebetter-Gewinner.

Die Bienenbotschafter Antonio Gurliacco (kniend) und Moses Martin Mrohs mit einer ihrer Klotzbeuten

Unterstützung & wissenschaftliche Begleitung

Von 2017 bis 2019 waren die Klotzbeuten der BIENENBOTSCHAFT Teil eines Feldforschungsprojekts zur Baumhöhlenforschung im Rahmen von HOBOS- Uni Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Tautz, renommierter Bienenexperte und Autor vonHonigbienen- Geheimnisvolle Waldbewohner".

„Auf der Basis dieser Untersuchungen und der wissenschaftlichen Erkenntnisse haben wir die Klotzbeuten angepasst und konnten somit das natürlichste und  artgerechteste Habitat für die Honigbiene entwickeln, den „natural habeetat *tree“ so Antonio Gurliacco.

Das Projekt der BIENENBOTSCHAFT wird unterstützt von Botanischen Garten Frankfurt a.M, ZOO- Frankfurt, Hessen Forst und dem Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf.

Auszeichnung der BIENENBOTSCHAFT als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Weitere Ziele

„Da wir bis jetzt nur zu zweit sind und die Arbeit für das Projekt so nicht mehr schaffen, müssen wir uns nun anders angehen. Wir möchten die BIENENBOTSCHAFT umstrukturieren und sind dabei, die entsprechenden Rahmen zu schaffen“, erzählt der #beebetter-Gewinner. "Mit dem Preisgeld möchten wir für den kommenden Frühling ein großes Wildbienenhotel „natural habeetat *wild“ im Rahmen eines neu anvisierten gemeinnützigen Projektes „Naturschutzinsel Karben“ installieren. Es gibt viel zu tun, wir und die Bienen brauchen Unterstützung auf allen Ebenen.“

Die Bienenbotschafter unterstützen und begleiten verschiedene Bienenschutzprojekte wie z.B. das Aufstellen von Nisthilfen für Wildbienen

Unser Tipp

Werden auch Sie Bienenbotschafter!

Werden Sie Pate eines Bienenvolkes oder eines natürlichen Nistplatzes oder verschenken Sie eine Patenschaft – ein tolles und sinnvolles Geschenk! Mit einer Bienenpatenschaft unterstützt man die nachhaltige Entwicklung der Honigbiene und trägt somit zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Mehr Informationen zu den Patenschaften und zum Projekt finden Sie auf der Homepage der BIENENBOTSCHAFT.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen