Projektbeschreibung

„Inzwischen fehlt es nahezu überall an Wildpflanzen und Habitaten für Insekten. Vor allem in komplett bebauten Gewerbegebieten, oder auf ebenso versiegelten Plätzen kommunaler Einrichtungen ist es schwer, ein sinnvolles Angebot für Wildbienen zu schaffen, das gleichermaßen Nahrung und Lebensraum bietet“, sagt Eva Stengel. Dieser Umstand hat die #beebetter-Gewinnerin zum Handeln veranlasst. „Die Idee zu einer Art "Rettungsinsel" für Bienen schwebte mir schon lange im Kopf herum, also habe ich mich in das Thema eingearbeitet.“ Nach gründlicher Recherche und in Absprache mit Dr. Hannes Petrischak und Dr. Martina Koch, Wildbienenexperten der Heinz Sielmann Stiftung, ist aus der Idee schließlich die „Arche für Wildbienen“ entstanden. Diese besteht aus mindestens zwei Hochbeeten, die so angelegt sind, dass sie den Ansprüchen bedrohter Wildbienenarten gerecht werden, aber auch andere Insekten wie Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer anziehen.

Am Nahrungs-Hochbeet kann ein Aufsatz montiert werden, der nistenden Wildbienen eine Unterkunft bietet

Das bepflanzte „Nahrungs-Hochbeet“ ist mit einem speziell für Wildstauden geeigneten Substrat befüllt und mit einer Drainage versehen. Die Pflanzen sind sorgfältig nach Eignung für Wildbienen ausgewählt und so zusammengestellt, dass Bienen, aber auch andere Insekten, von Frühjahr bis Herbst Pollen und Nektar finden. Außerdem ist die Bepflanzung aus regionalen bio-zertifizierten Wildblumen robust, pflegeleicht und wesentlich hitzebeständiger als Kulturpflanzen. Für Hummeln ist eine Erdhöhle integriert und weitere Nisthilfen finden sich in einem Holzaufsatz. Das „Lebensraum-Hochbeet“ ist speziell für Bodenbrüter angelegt, mit einer Sand-Lehmmischung gefüllt und mit einer Drainage versehen. Im Totholz obenauf finden weitere Wildbienenarten einen Platz für ihren Nachwuchs.

Das Lebensraum-Hochbeet ist vor allem für Wildbienen angelegt, die ihre Nistplätze im Boden oder in Totholz anlegen

„Speziell für versiegelte Flächen konzipiert, ist die Arche ist bestens geeignet, um sie auf Firmengeländen, vor Schulen und Kindergärten oder auf kommunalen Plätzen aufzustellen“, erläutert Eva Stengel. Damit sich Wildbienen dauerhaft ansiedeln, sollten ihnen in der näheren Umgebung idealerweise weitere Blühpflanzen zur Verfügung stehen. Ist die Anlage von Blühflächen nicht möglich, kann man alternativ mehre bepflanzte Nahrungs-Hochbeete ergänzen.

„Die DAS TUN WIR Insektenarche ist ein wertvoller Biodiversitätstrittstein, der Wildbienen zu vielfältigen Nahrungs-, Nist- und Fortpflanzungsmöglichkeiten verhilft!“

Dr. Hannes Petrischak, Wildbienenexperte (Heinz Sielmann Stiftung)

"Alles hängt mit allem zusammen" – inspiriert von diesem Grundsatz des Forschers Alexander von Humboldt versucht Eva Stengel bei ihren Unternehmungen stets einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, so auch bei der Arche. Daher bestehen die Hochbeete sowie die Nisthilfen aus PEFC-zertifiziertem Lärchenholz aus Bayern und Baden-Württemberg. „Zudem werden die Archen für Wildbienen von den Werkstätten der Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb gefertigt und vertrieben, da es mir wichtig ist, bei all meinen Projekten einen sozialen Aspekt mit einzubinden“, so die engagierte Unternehmerin.

Hintergrund

Letztes Jahr hat Eva Stengel die Initiative „sinnvoll handeln DAS TUN WIR“ ins Leben gerufen. „Dafür habe ich eine Reihe von Angeboten für Bertriebe und Kommunen geschaffen, die sich unter anderem für den Erhalt der Biodiversität einsetzen möchten.“ Verbunden mit wirksamer Öffentlichkeitsarbeit sollen die attraktiven und leicht umsetzbaren Projekte dazu animieren, möglichst auf allen Ebenen, aber auch im Kleinen zu handeln. „Und da alles mit allem zusammenhängt, geht es auch explizit um den Schutz der Wildbienen. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass insbesondere das Thema "Bienen" die Menschen motiviert, sich für die Natur zu interessieren.“

Eva Stengel vor dem Prototyp der Arche hinter der Werkstatt der Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb in Aalen

​​​​​​​Stand der Dinge

Das Projekt „sinnvoll handeln DAS TUN WIR“ befindet sich seit 2019 im Aufbau. Seither hat Eva Stengel kompetente Netzwerkpartner gewonnen, die Kommunikation aufgebaut und zahlreiche Produkte konzipiert. Dazu zählen neben der Arche und Wildbienen-Eigenheimen auch Klimaschutzberatung, Teamevents, Vermittlung von Patenschaften für regionale Naturschutzakteure und vieles mehr. Auch die enge Kooperation mit Wissenschaftlern und Experten ist gelungen. „Ich konnte bereits erste Firmen gewinnen, sich für die Angebote ernsthaft zu interessieren. Im Frühjahr wollte ich beginnen, das Ganze aktiv zu vermarkten - leider brach dann aber Corona aus", erzählt die #beebetter-Gewinnerin. 

"Die Deutsche Bahn hat im Rahmen ihrer Biodiversitätsstrategie für ihre Liegenschaften jeweils eine Arche für zunächst drei Bahnhöfe im Raum Stuttgart bestellt. Und weitere gemeinsame Aktionen für mehr Artenvielfalt sind angedacht. Wie gesagt: Auch andere Unternehmen zeigen ernsthaftes Interesse. Denn der fortschreitende Artenverlust und der Klimawandel wird uns auch über Corona hinaus beschäftigen."

Statt Bienenhotels bietet Eva Stengel Wildbienen-Eigenheime an, in denen es sich die Nützlinge dauerhaft gemütlich machen können

Weitere Ziele

„Ich werde die Idee der Arche weiter entwickeln, um die Kombination von Habitat sowie Nahrungsangebot in unterschiedlichen Formaten anbieten zu können, und überhaupt alle Angebote konsequent ausbauen. Bisher hat sie sämtliche Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert, nun soll auch das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro in den weiteren Auf- und Ausbau fließen.

Weitere Infos

Sinnvoll handeln leicht gemacht

Die Umwelt- und Naturschutzangebote, die sich speziell an Firmen und Kommunen richten, sind in fünf Themenbereiche gegliedert. Neben Projekten für (Wild-)Bienen & Co gibt es auch Aktionen rund um die Vogelwelt, den Klimaschutz, Biohöfe und für die Region. Ein großes Netzwerk aus Wissenschaftlern und Experten unterstützen die Initiative von Eva Stengel mit Rat und Tat.

Weitere Infos über die Wildbienen-Arche sowie über „sinnvoll handeln DAS TUN WIR“ finden Sie auf Facebook, auf Instagram und unter www.dastunwir.de

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