Projektbeschreibung

„Wir haben mehreren Landwirten in der Region Samen für Blühstreifen zur Verfügung gestellt, sodass durch unser Projekt insgesamt über zwei Hektar große Flächen eingesät worden sind. Außerdem haben wir auf städtischen Flächen von Hand weitere 1000 Quadratmeter in mehrjährige Blühwiesen verwandelt“, erzählt Jana Schütte, Vorsitzende der Landjugend Pelkum. Anfang Mai ging es los, städtische Mitarbeiter die zur Verfügung gestellten Flächen zuvor geräumt, dann machten sich Jana Schütte und ihre Mitstreiter mit Harken und Rechen ans Werk, die Samen auszusäen. Außerdem malten sie bunte Schilder, die Spaziergängern das Projekt erklären sollten. Zwei Tage und viele Stunden war die Gruppe im Namen der Insekten beschäftigt.

In Zusammenarbeit mit einem Imker, dem Grünflächenamt der Stadt und den Landwirten der Umgebung hat die Pelkumer Landjugend ein beeindruckendes Projekt auf die Beine gestellt, von dem Bienen und Insekten auch in den kommenden Jahren noch profitieren werden.

Doch damit nicht genug! Zusätzlich hat die engagierte Gruppe um Jana Schütte rund 1400 Tütchen mit der Wildblumensamenmischungen befüllt und auf Schraubgläser verteilt, um diese zusammen mit Infomaterial an verschiedenen Stellen zur Verfügung zu stellen. In Pelkum und Herringen konnten sich die Einwohner die Wildblumensamenmischungen unter anderem beim Bäcker, in der Kirche, im Park, in Hofläden oder an Grundschule und Kindergarten mitnehmen. Mit dem kostenlosen Saatgut für je zwei Quadratmeter, sollten weitere kleine Blühflächen in Gärten oder auf Balkonen entstehen. Die Idee kam gut an und die Nachfrage war so groß, dass die Bienenhelfer nach den wenigen Tagen weitere 500 Tütchen vorbereiten mussten und viele weitere sollten im Laufe der Wochen folgen. 

Das Motto der Mittmachaktion lautet „Gemeinsam mit der Landjugend wird es bunt... Dorf und Region blühen auf“. Dadurch solle aber nicht nur den bedrohten Insekten geholfen werden, mit der Aktion wolle man auch Anreize schaffen, Themen neu zu denken, kreativ zu sein, anzupacken und die Zukunft der Region aktiv zu gestalten und positiv zu verändern. 

Hintergrund

„Die Westfälisch-Lippische-Landjugend, unser Dachverband, hat im Frühjahr dazu angeregt, die Wildblumenwiesen anzulegen“, erzählt Jana Schütte. Von verschiedenen Ortsgruppen wurden insgesamt 218 Nisthilfen gebaut. Nachdem die Wildbienenbehausungen bereit waren, ging es in diesem Jahr um das Nahrungsangebot – erst das Hotel, dann das Buffett. Daher rief die Westfälisch-Lippische Landjugend (WLL) zur Aktion „Wilmas Wildbienen Wiese“ (#wiwiwi) auf, benannt nach ihrem Maskottchen, der Plüschkuh Wilma. 

Die Westfälisch-Lippische Landjugend (WLL) hat zur Aktion „Wilmas Wildbienen Wiese“ aufgerufen, benannt nach dem Maskottchen Wilma

Weitere Pläne & Ziele

„Nächstes Jahr wollen wir mehr Aufklärungsarbeit vor Ort betreiben und mit weiteren ansässigen Institutionen zusammenarbeiten. Das war durch Corona dieses Jahr nicht möglich“, sagt die Vorsitzende der Landjugend. Außerdem wollen die Bienenhelfer weitere und größere Flächen insektenfreundlich gestalten, mehr Nisthilfen aufstellen und viele weitere Menschen für das Bienenschutzprojekt gewinnen. 

Unser Tipp

Weitere Infos

Mehr zu „Wilmas Wildbienen Wiese“ findet sich auf der Homepage der Westfälisch-Lippischen Landjugend. Wie es mit den Wildbienenwiesen der Landjugend Pelkum weitergeht, kann man auf Facebook und Instagram (@landjugendpelkum) verfolgen.

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